Bild Kopfzeile

Bericht aus dem KKV / Dekaninenbericht zur Kreissynode am 26.09.2018 in Allendorf

Neuigkeiten >>

Tischvorlage zu TOP 2: Dekaninnenbericht Herbst 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Konsynodale, liebe Gäste!

„Auf dem Weg zu einem Kirchenkreis Werra-Meißner – Information, Diskussion, Ihre Anregungen“ – so hatten wir den Fusionskongress genannt , zu dem die Steuerungsgruppe für die Fusion der Kirchenkreise Witzenhausen und Eschwege unlängst am
15. September nach Hessisch Lichtenau eingeladen hatte. Unlängst, aber länger schon beworben - mein „save the date“ und meine Einladung finden Sie gleich in mehreren Synodalprotokollen. Ja, wir waren uns bewusst, dass der lange im Voraus geplante Termin mit dem ebenfalls lang voraus beworbenen ersten Samstag des Kreisfreiwilligentages kollidierte, der auch in diesem Jahr von erfreulich vielen Ehrenamtlichen aus dem kirchlichen Bereich wahrgenommen wurde. Manche hätten sich vermutlich ansonsten zu uns auf den Weg gemacht. Ich weiß: klonen kann man sich nicht; ich arbeite seit Jahren vergebens daran, und der Landrat hat mich gerade auf dem Fusionskongress dazu auch hilfreich beraten (scherz!) – aber die Bitte um möglichst viele Rückmeldungen, Anregungen, kritische Anmerkungen zu bisherigen Ergebnissen und zum Zwischenstand unserer Fusionsbemühungen war und ist uns wirklich wichtig. Wir haben auf der gemeinsamen Herbstsynode mit Eschwege seinerzeit Transparenz versprochen und wir haben uns auch Ihre Resonanz gewünscht. Immerhin, über 80 Menschen aus beiden Kirchenkreisen haben als Veranstaltende und Teilnehmende den Kongress mit seinen Präsentationen und Diskussionsmöglichkeiten genutzt. „Die, die da sind, sind die Richtigen“ – bewährte Regel aus der Organisationsberatung: ja, tatsächlich waren die Gesprächsrunden oder die Rückmeldungen unserer prominenten Beobachter (Landrat und Bürgermeister, Pröpstin, Vizepräsident und Kreisfeuerwehrverband) mehr als nur „nochthessisch konstruktiv“ – und was heißt da nur! Nicht geschimpft ist genug gelobt – ausdrückliches Lob haben wir immerhin von höchster Ebene unserer Landeskirche bekommen: „Sie haben schon sehr viel auf einen sehr guten Weg gebracht!“ hat uns Vizepräsident Dr. Knöppel bescheinigt. Grundsätzliche Zustimmung für die bisherigen Schritte, vorliegende Ergebnisse oder mögliche Synergien und Chancen kam auch von der Basis; deutliche Hinweise auf drohende Überforderungen von Haupt-  und Ehrenamtlichen und andere mögliche ,Stolpersteine‘ aber auch! Immer wieder der Hinweis auf unbedingt notwendige Transparenz und Kommunikation: „es wird ganz wichtig sein, die Menschen an der Gemeindebasis in dem neuen großen Kirchenkreis Werra-Meißner mitzunehmen!“ Ja, unbedingt – und die Aufgaben einer angemessenen Präsenz von Hebenshausen bis Herleshausen und intensivierter Öffentlichkeitsarbeit gilt es unbedingt ernst zu nehmen. Allerdings funktioniert das nicht nur per Homepage oder Synode: „Stell Dir vor, es ist Funktionskongress und …..“ – nein, Sie waren ja da! Ich danke ausdrücklich allen, die zum Gelingen der wirklich guten Veranstaltung in Hessisch Lichtenau beigetragen haben! Ob ein ähnliches Format zur Halbzeit der ersten Amtsperiode des neuen Kirchenkreises noch einmal anzudenken wäre, wie eine Beobachterin vorgeschlagen hat? „Der Prozess ist noch nicht zu Ende – wir gehen jetzt ermutigt an die Erprobung, aber wir werden auch nach der vollzogenen Fusion im Januar 2020 nach wie vor kritische Rückmeldungen und Vorschläge brauchen!“ hat der Präses der Eschweger Synode Ludger Arnold in Hessisch Lichtenau in seinem Resümee gesagt. Also vielleicht in 2023: „Unterwegs in einem Kirchenkreis Werra-Meißner, Informationen, Diskussionen, Ihre Anregungen“ - Kongress reloaded?! Keine schlechte Idee….

 

Lassen Sie mich an dieser Stelle nur kurz den Zwischenstand aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern skizzieren – mehr dazu wird nach der Auswertung durch die Steuerungsgruppe auch auf unserer Noch-Kirchenkreishomepage nachzulesen sein! Wir fangen gleich mit der Öffentlichkeitsarbeit an: natürlich braucht der Werra-Meißner-Kirchenkreis künftig einen informativen, gut gestalteten Internetauftritt (mit Mitwirkungsmöglichkeiten!) und ein wiedererkennbares neues „Corporate Design“ – und professionelle Unterstützung, etwa durch einen freien Mitarbeitenden. – Auch wenn der Zweckverband des regionalen Diakonischen Werkes in eine andere Trägerform umgewandelt werden muss, orientiert sich die diakonische Arbeit inhaltlich weiter an dem Rahmenplan Diakonie, den beide Synoden gemeinsam in 2016 beschlossen haben.- Die Evangelischen Familienbildungsstätte und das Evangelischen Forum (beide im Namen bereits Werra-Meißner) laden schon seit einigen Jahren zu Veranstaltungen in beiden Kirchenkreisen ein; diese Arbeit soll ausgebaut und intensiviert werden.- Die MAV ist bereits ihrer Zeit voraus und hat sich bei den turnusmäßigen Wahlen im Frühjahr für den Werra-Meißner-Kreis aufgestellt. – Die Kirchenmusik plant gemeinsame Projekte wie z.B. eine Orgel-CD (da ist die Queen wieder!), „Canto-Reisen“ oder „Klangreisen“, Kreiskirchenmusiktage für 2020 und (Öffentlichkeitsarbeit!) einen gemeinsamen Veranstaltungskalender. Als Herausforderung bleibt, dass die neue landeskirchliche Konzeption der Kirchenmusik und ihre Umsetzung in der Landeskirche noch weiter beraten werden muss – gerade auch in den Rückwirkungen auf die fusionierten Kirchenkreise und die zugesagten Übergangslösungen.- Die Jugendarbeit hat es da leichter, weil landeskirchlich beschlossen trotz der Sparbeschlüsse stärker ausgestattet. Das gemeinsame Team kann – nicht nur mit lego-Steinen! - für das vorgelegte Gesamtkonzept „WeMeetJu“ auf eine zusätzliche hauptamtliche Stelle bauen, die dem Kirchenkreis Eschwege vorweg für den gemeinsamen Kirchenkreis jetzt schon rückwirkend ab 1.9.2018 zugesagt ist. – Unter dem großen Dach des Partnerschaftsausschusses sollen die bisherigen Partnerschaften mit Kamerun, Estland und Indien und auch die Nachbarschaft zu Mühlhausen in Interessengruppen weiter gepflegt und miteinander für gemeinsame Aktionen verbunden werden.- Der Finanzausschuss und der Bauausschuss haben jeweils gemeinsame Bestandsaufnahmen ihrer Arbeitsgebiete abgeschlossen und sich über anstehende Aufgaben und nächste Schritte wie z.B. eine gemeinsame Prioritätenliste für notwendige  Bauvorhaben und die Vorüberlegungen zu einem gemeinsamen Haushaltsplan verständigt.- Die Kita-Arbeit verweist auf die guten Erfahrungen, die in einem Teil des Kirchenkreises Eschwege bisher mit einem Verbund von Kindertagesstätten gemacht worden sind. Die Ergebnisse der dazugehörigen Evaluierung sollten bei den Planungen für den Kirchenkreis Werra-Meißner berücksichtigt werden.- Eine große Pfarrkonferenz im Kirchenkreis Werra-Meißner soll in unterschiedlichen Formaten (Plenum, Regionalkonferenzen, ggf. unterteilt in Kooperationsräume) tagen. Auch die Arbeitsformen auf Pfarrkonventen und Gemeindekonventen müssen für die neue Größe verändert werden.- Für die Notfallseelsorge ist mit Blick auf die Erreichbarkeit an eine Dreiteilung des Gebietes mit gegenseitigen Vertretungsbereitschaft gedacht.- Hinsichtlich der Leitungsstrukturen unseres neuen Kirchenkreises sind die Überlegungen der Steuerungsgruppe, Ergänzungen aus anderen fusionierenden Kirchenkreisen in Rotenburg-Hersfeld und Hofgeismar-Wolfhagen und Rahmenvorgaben der Landeskirche in einen Satzungsentwurf eingeflossen, der mit der Rechtsberatung der Landeskirche eine erste Abstimmung gefunden hat. Da die Landeskirche für Kirchenkreise dieser Größe künftig eine Dekansperson vorsieht, die durch eine weitere halbe Pfarrstellen unterstützt bzw. vertreten wird (0,5 zusätzliche Pfarrstellenanteile auf das Pfarrstellenbudget; die rechtliche Umsetzung wird für die Herbstsynode der Landeskirche gerade vorbereitet) und da sich Dekanskollege Dr. Martin Arnold entschieden hat, zum Ende des Jahres 2019 vorzeitig in den Ruhestand zu gehen, werde ich voraussichtlich ab 1. Januar 2020 bis zu meiner Pensionierung in 2023 als Dekanin für den neuen Kirchenkreis zuständig sein. Das hat sich erst vor einigen Wochen so geklärt; bisher waren wir auch in der Steuerungsgruppe von einer anfänglichen Doppelspitze im Dekanat und unterschiedlichen Übergangslösungen ausgegangen. Die wird es, etwas anders als bisher gedacht, auch jetzt geben; ich gehe z.B. von zwei Standorten für das Dekanatsbüro aus, mindestens für meine verbleibende Amtszeit, in der ich weiterhin in Witzenhausen wohne. Ob ich eine Fahrbereitschaft von der Landeskirche bekommen würde? hat die Presse nachgefragt. Das ist nicht vorgesehen….

Vorgesehen ist aber eine Vergrößerung des Kirchenkreisvorstandes auf vier geistliche und fünf Laienmitglieder; in einer ersten Amtszeit paritätisch aus den ehemaligen Kirchenkreisen besetzt. Für bestimmte Bereiche wie unsere jetzigen Zweckverbände Kirchenkreisamt und Regionales Diakonisches Werk oder die Evangelische Familienbildungsstätte kann der Kirchenkreisvorstand geschäftsführende Ausschüsse bilden, um weitere Expertise zu nutzen und Verantwortung im gewissen Maße zu delegieren. Für die Zusammensetzung der Kreissynode, die nach den Vorüberlegungen ca. 100 Mitglieder umfassen sollte, hat die Steuerungsgruppe ein Verfahren vorgeschlagen, das sich an dem kurhessischen Verhältnis von Laien und geistlichen Delegierten orientiert und auf Kirchspiele und Kooperationsräume bezogen ist: „Kooperationsraum plus“ heißt das Modell, in dem jedes Kirchspiel wenigstens mit einem/einer Laien vertreten ist und das Dr. Obrock als Kirchenjurist schon in seinen Satzungsentwurf für uns aufgenommen hat. Das kritische Bedauern über die Reduzierung gerade an dieser Stelle („macht die Synode lieber größer“) wird uns in der Auswertung des Kongresses bei der letzten diesjährigen Sitzung der Steuerungsgruppe mit dem Berater-Team des IPOS-Institutes im November nochmals beschäftigen. Und dann werden wir die Satzung beschließen – eigentlich erst als neuer Kirchenkreis, aber im Rahmen einer besonderen Vereinbarung schon auf der gemeinsamen Frühjahrssynode, die für beide Kirchenkreise am 23. Februar 2019 in Waldkappel stattfinden soll. Wiederum: Save the date – ganz wichtig! Denn unsere Beschlüsse brauchen noch die Zustimmung der Landeskirche, damit der neue Kirchenkreis, wie vorgesehen, nach den Kirchenvorstandswahlen seine Gremien besetzen und an den Start gehen kann. Ein sportliches Vorhaben, gewiss – und darum lag und liegt uns eben jetzt an den Rückmeldungen, bevor es im kommenden Jahr in die Schlusskurve gehen muss.

 

„Auf dem Weg in einen gemeinsamen Kirchenkreis Werra-Meissner“ überlagern sich gleich mehrere Aufgaben, die im Zuge des beschlossenen Reformprozesses unserer Landeskirche für alle Kirchenkreise ohnehin dran sind. Die Kategorisierung von Kirchen und die Pfarrstellenverteilung werden uns in gesonderten Tagesordnungspunkten beschäftigen. Ich freue mich über ausgesprochen schöne Gottesdienste, die ich in den neugebildeten Kooperationsräumen mitfeiern konnte z.B. in der Klosterkirche in Reichenbach oder am Grünen See in Hundelshausen. So sind die Kooperationsräume gut unterwegs, ermutigend hoffentlich auch für die, deren Vereinbarung noch nicht ganz fertig ist!

Was leider auch noch nicht fertig ist, aber dicht vor dem Ziel, sind die Ausschreibungen der Verwaltungsassistenzen. Wir wollen die neuen Stellen nach einem weiteren Gespräch mit den Kooperationsräumen und der MAV nun zunächst unterschiedlich als EG 6 oder EG 8-Stelle ausschreiben und das Pilotprojekt für den Kirchenkreis Witzenhausen evaluieren, um die Stellenbeschreibungen ggf. noch einmal zu verändern.

Ein weiteres Pilotprojekt läuft seit dem 15. August in den beiden Witzenhäuser Kooperationsräumen, mit denen und für die in erster Linie Frau Pein eine Datenbank der nebenamtlichen Kirchenmusiker*innen aufgebaut hat. Planungserleichterung für die Kirchengemeinden, gute Arbeitsbedingungen durch die Anstellungsmöglichkeit beim Kirchenkreis, win-win-Lösungen für alle sind Ziel und Zweck des Projektes, das in seinem Aufbau zunächst sehr arbeitsintensiv ist. Mein Dank geht ausdrücklich an Frau Pein und alle, die ihr bisher geholfen haben. Ich ergänze an dieser Stelle gern den Dank für so viel haupt- neben- und ehrenamtliches Mittun in unserem Kirchenkreis – und das Kommen und Gehen: ich freue mich, dass der Kirchenvorstand Großalmerode am Hirschberg Pfarrerin Susanne Huefken am Montag auf die lange vakante halbe Stelle gewählt hat! Ich bin traurig, dass wir weniger geworden sind; in dieser Woche besonders über den Abschied von Pfarrer i.R. Ulrich Weidner, zuletzt in Werleshausen. Wir denken dankbar an den Kollegen, der mir als Emeritus oft so fröhlich-verschmitzt begegnet ist; wir denken an seine Familie und so viele, die ihn herzlich mochten – und bitten um Trost und Kraft.   

 

Er hätte dabei vermutlich nicht stehen bleiben wollen! „Auf dem Weg in den neuen Kirchenkreis Werra-Meißner“ wollen wir bei allem, was uns kirchenintern bewegt, darum auch die Herausforderungen nicht übergehen, die sich mitten unter uns, innerhalb und außerhalb der Kirchenmauern, in unserer Gesellschaft, für uns als Christenmenschen stellen! Weder hierzulande, noch „über Länder - über Meere“: von der Lage in Kamerun werden wir später hören, von der nach wie vor wichtigen Flüchtlingsberatung auch – ich bin froh, dass wir hier auf unterschiedlichen Ebenen mit anderen Akteuren im Kreis kooperieren, um Integration und ein gutes Miteinander zu bewahren und zu stärken. Und, mitten in der Erntedankzeit: „Ich hätte nie gedacht, dass mich Klimawandel und die notwendig dringende Bewahrung der Schöpfung einmal selbst so existentiell betreffen werden!“ - so ähnlich hat’s mir einer unserer Landwirte gesagt; ich darf ihn zitieren. Natürlich werden wir an den kommenden Sonntagen besonders mit und für alle beten, die sich in dieser sonnigen Sommerdürre besonders um die Ernte sorgen und mühen. Wir wollen teilen – die Gaben, die Sorgen und die Mühe und ggf. auch unterschiedliche Ansichten: in einer Sitzung im Landeskirchenamt ist es gestern nochmals um den Verzicht auf Glyphosat auf neuverpachtetem Kirchenland gegangen; der Antrag, den unsere Kreissynode im Frühjahr gestellt hat, beschäftigt derzeit unsere Landeskirche. Es bleibt wichtig, dass auch wir uns weiter damit beschäftigen und das Gespräch miteinander suchen – wie gut, dass z.B. die Studierendengemeinde in Witzenhausen gemeinsam mit anderen Veranstaltern  am 21. Januar eine Diskussion dazu anbietet; ich lade schon jetzt dazu ein. Denn „wir müssen weiter reden“ heißt nicht nur unsere aktuelle Gottesdienstreihe bei ,Kirche im Kino‘! Wir müssen reden, ggf. auch das faire Streiten üben – gerade da, wo in diesen Zeiten auch eine Gesprächskultur durch fake news und shitstorm wirklich bedroht ist. „Unterwegs in einer Gesellschaft, die sich jetzt gerade sehr verändert, haben Sie als Kirche die besondere Chance, aber auch die Aufgabe, Gemeinschaft und ein Miteinander von Toleranz, Respekt und Nächstenliebe zu gestalten und auszustrahlen!“ hat mir eine freundliche externe Gesprächspartnerin nachdrücklich gesagt. Ja, es geht auch künftig darum „….die frohe Botschaft ins Gespräch zu bringen und für die Gesellschaft da zu sein!“ – wie wir zweitstimmig auf dem Fusionskongress in Hessisch Lichtenau geandachtet haben. Ihre und Eure Stimmen braucht das auch – bitte weitersagen und weiterreden!

 

„Auf dem Weg zu einem Kirchenkreis Werra-Meißner“ sind wir als Pfarrkonvent Witzenhausen noch einmal auf Reisen gewesen. Etwa die Hälfte der Pfarrer und Pfarrerinnen waren im Mai für 10 Tage in Estland – danke an die andere Hälfte und alle, die hochinteressante, anregende Eindrücke und Erfahrungen durch die Vertretungsdienste ermöglicht haben. Der Blick über den Horizont, erfrischende Begegnungen und Gespräche haben uns gut getan! Ausführlich davon berichten kann ich an dieser Stelle nicht, nur so viel: als „Nachbarkirchenkreis von Eschwege“ sind wir im Partnerkirchenkreis der Eschweger, in der Propstei Valga ausgesprochen herzlich aufgenommen worden. Wirklich sehr andere Verhältnisse und Einblicke in eine volkskirchliche Situation als kirchliche Minderheit, aber für das Volk in einer hochsäkularisierten Umgebung haben uns nachdenklich gemacht: „Willkommen in der Zukunft Europas?!“ – ich setze immer noch darauf, dass unsere Perspektive hierzulande etwas anders ist. Was uns unbedingt ermutigt hat, war allerdings eine estnische Gelassenheit und ein spürbares, geradezu ansteckendes Gottvertrauen: „Wir sind es nicht, die die Kirche erhalten. Alles geht weiter – mit oder ohne uns!“ Für mich hieß das als Konsequenz dabei oft: und darum wollen wir das, was an uns liegt, so gut es geht mit-machen!

 

Weil ja immer noch ein anderer mittut! Zuletzt und doch nicht zuletzt: „Was für ein Vertrauen“ - wir haben nicht zuletzt in Estland viel davon gesehen; ich erlebe es nach wie vor in unseren Gemeinden, und wir können es im nächsten Jahr auf dem Kirchentag in Dortmund üben; die Werbung haben Sie auf Ihren Plätzen gefunden: save the date – und natürlich wird es wieder eine Witzenhäuser Gruppenfahrt dazu geben; erste Anmeldungen habe ich schon notiert! Auf dem Weg nach Dortmund, auf dem Weg in den Kirchenkreis Werra-Meißner, auf allen Wegen, die vor uns sind, persönlich und auch als Kirche gilt eben zuletzt, nicht zuletzt:

„Befiehl dem Herren deine Wege und hoffe auf ihn – er wird’s wohlmachen!“ (Ps 37,5).

 

 

Zuletzt geändert am: 15.10.2018 um 13:41

Zurück zur Übersicht
Besucher Gesamt: 44873 [Heute: 65] Layout & Design M. Göldner