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Kreissynode tagte in der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau

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Pressemeldung Kreissynode 24.2.2018:

 

„Aber bitte mit Segen!“  

 

Kreissynode tagte in der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau  

 

„…und damit einstimmig!“ – hielt Dekanin Laakmann das Abstimmungsergebnis der Kreissynode zum Haushalt 2018/2019 fest. Trotz des notwendigen Griffes in die weiterhin vorhandenen Rücklagen hat die Synode den letzten Doppelhaushalt für den Kirchenkreis Witzenhausen mit größter Zustimmung beschlossen. Nach der informativen Präsentation und Erläuterung durch den Leiter des Kirchenkreisamtes Andreas Koch folgten die Synodalen mit ihrem Votum auch der Empfehlung des Vorsitzenden des Finanzausschusses, Pfarrer Frieder Brack (Witzenhausen). Ein nächster Doppelhaushalt soll nach der geplanten Fusion von der Synode des neuen Kirchenkreises Werra-Meißner verabschiedet werden. Gemeinsam mit dem Partnerkreis Eschwege überlegt man bereits, wie dem Defizit in beiden Kirchenkreise künftig unter der Vorgabe weiterer Einsparungen zu begegnen ist. „Die Einsparmöglichkeiten sind weitgehend ausgeschöpft. Wir werden im gemeinsamen Kirchenkreis über Personalkosten nachdenken müssen!“ hatte Pfarrer Frieder Brack erläutert. „Zum jetzigen Zeitpunkt sollten wir allerdings hier keine Vorentscheidungen treffen, ohne die Konzepte kirchlicher Arbeit im neuen Kirchenkreis zu kennen!“

 

Die sind z.B. für Kirchenmusik und Jugendarbeit bereits in Arbeit, berichtete Dekanin  Laakmann aus dem Fusionsprozess. Vorläufige Ergebnisse und ein Übergangsmodell für die Strukturen des neuen Kirchenkreises sollen am 15. September auf einer  „Fusionsmesse“ gemeinsam mit Eschwege in der Öffentlichkeit vorgestellt werden.  In ihrem Bericht vor der Synode bezog sich die Dekanin wiederholt auf  Witzenhäuser Thesen und die positive Resonanz des Reformationsjubiläums. Ausdrücklich dankte sie für das hohe Engagement in Kooperationsräumen und Gemeinden: „Bestimmt werden wir die Ergebnisse und Anregungen gerade des letzten Jahres weiter nutzen: Kirche als Freiraum, um im stressigen Alltag inne zu halten und genauso Kirche als Ort von Veränderungen, die in und jenseits der Kirchenmauern not wendig sind, wie sich die Witzenhäuser Thesen zusammenfassen lassen.“ versprach die Dekanin.

 

Mit seinem Impulsvortrag „Spürbarer Sonntag“ hatte zuvor der Melsunger Pfarrer Henning Reinhardt lebendig und anregend von einer Projektidee des Nachbarkirchenkreises berichtet. Mit dem Slogan „Aber bitte mit Segen!“, „Einer geht noch rein!“ oder „Mach mal Pause!“ wirbt der Kirchenkreis Melsungen an einem dazu ausgewählten Sonntag erfolgreich mit persönlichen Einladungen für den Gottesdienstbesuch. In lebendigen Tischgesprächen nahmen die Kreissynodalen die Anregungen auf. Die Idee soll auf der Ebene des Kirchenkreises weiterbedacht werden - unabhängig davon, sind schon jetzt einige Gemeinden entschlossen: „Aber bitte mit Segen – wir laden dazu ein!

 

Mit nur einer Gegenstimme verabschiedete die Synode nach lebhafter Diskussion den Antrag auf künftigen Glyphosatverzicht auf kirchlichen Pachtflächen, den der Kirchenvorstand Witzenhausen über die Kreissynode an die Landeskirche stellt. Bereits jetzt ist nach dem Muster-Pachtvertrag der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die Ausbringung von Klärschlamm und Abwässern und der Anbau von genetisch veränderten Pflanzen untersagt; dazu sollte nun auch „die Anwendung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat ausgeschlossen werden“.  Mit einer informativen Präsentation begründete Dr. Maria Finckh, Professorin an der Universität Kassel/Witzenhausen und Kirchenvorstandsmitglied, den Witzenhäuser Antrag. Dabei bestand Einigkeit in der Synode auch darüber, dass in der aktuellen Diskussion um die Wirkungen von Glyphosat mit dem Antrag zugleich das Gespräch mit den Landwirten vor Ort gesucht werden sollte: „Das eine tun, und das andere nicht lassen!“ fasste Dekanin Laakmann zusammen.

 

Als stellvertretende Präses konnte sie als Gäste den Landrat Stefan Reuß, Bürgermeister Heußner, die Kasseler Pröpstin Wienold-Hocke und Theologiestudierende begrüßen, die derzeit ihr Gemeindepraktikum im Kirchenkreis absolvieren. Die Dekanin vertrat den langjährig engagierten Präses Ronald Gundlach, der seine Ämter in der Kreissynode und in der Landessynode niedergelegt hat. „Wir teilen seine Enttäuschung und das große Bedauern, dass die gesundheitlichen Belastungen nun doch zu belastend und einschränkend geblieben sind… Respekt vor der Konsequenz, mit der er jetzt den Weg frei machen will, damit wir uns gerade in diesen anspruchsvollen Zeiten wieder verstärken können“. Nachwahlen für die Ämter in der Kreissynode und in der Landessynode sollen auf einer Sondersynode am 25.April in Witzenhausen erfolgen; in welchem Rahmen eine Verabschiedung des ehemaligen Präses Gundlach erfolgt, steht noch nicht fest.

          

Witzenhausen, d. 25.2.2018     Ulrike Laakmann, Dekanin

 

3246 Prof. Dr. Maria Finckh begründet den Antrag zum Glyphosatverzicht für den Kirchenvorstand Witzenhausen

 

3242 Pfarrer Frieder Brack votiert als Vorsitzender des Finanzausschusses für die Verabschiedung des Doppelhaushaltes; rechts im Bild der Leiter des Kirchenkreisamtes Andreas Koch, der den Haushalt erläutert hatte

 

 

 

 

 

3245 Pfarrer Henning Reinhardt, Beiseförth-Malsfeld im Kirchenkreis Melsungen, bei seinem Impulsvortrag für das Projekt „Spürbarer Sonntag“

 

Zuletzt geändert am: 27.2.2018 um 16:33

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